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Das Projekt „Ein Jahr im All“ und auf der Erde endet in zwei Monaten (März 2016)

Schon 1994 schickten russische Forscher den Arzt und Kosmonauten Waleri Poljakow für 437 Tage ins Weltall, um die Auswirkungen eines langen Aufenthalts im All zu untersuchen. Dies ist auch bis jetzt der längste Aufenthalt eines Menschen im All gewesen.

Interessanter Fakt am Rande: Im Gegensatz zu fast allen anderen Langzeit-Raumfahrern führte Poljakow keinen Weltraumspaziergang durch. Bereits von 1988 bis 1989 verbrachte er 240 Tage an Bord der Raumstation Mir. Am 22. März 1995 kehrte er dann von dem bisher längsten durchgehenden Aufenthalt auf einer Raumstation zurück.

Am 27. März 2015 startete die NASA nun ein neues Projekt mit dem Namen „A Year in Space“. Der Astronaut Scott Kelly und der Kosmonaut Mikhail Korniyenko werden nach ihrer Rückkehr 342 Tage auf der ISS verbracht haben. Normalerweise dauern Missionen an Bord der Raumstation nur ca. 4 bis 6 Monate.

Das Einzigartige an dem Projekt ist, dass der eineiige Zwillingsbruder von Scott, Mark Kelly auch in das Experiment mit einbezogen wird. Er bleibt während des Fluges auf der Erde und dient als Vergleichsperson. Somit kann ziemlich genau untersucht werden, wie sich der lange Aufenthalt in der Schwerelosigkeit auf den Körper auswirkt.

Scott und Mark sind eine einmalige Chance für die Wissenschaft, denn dadurch, dass die beiden nahezu identisches Erbgut haben, bieten sie die besten Vergleichsmöglichkeiten. Mark Kelly war selbst bis 2011 Astronaut mit insgesamt 54 Tagen Weltraumerfahrung an Bord des Space Shuttle.

Die gewonnenen Erkenntnisse sind für die weitere Erkundung des Weltraums, wie zum Beispiel eine Reise zum Mars von sehr großem Wert. Ein kompletter Flug hin und zurück wird ca. 500 Tage dauern.

 

via: Rüdiger *yaaay*, Der Standard